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Typografie – Webfonts

Von am 24.11.2021

Die besten Webfonts

Allgemeines zu Typografie

Früher bzw. Ursprünglich bezeichnete Typografie das Handwerk des Druckens von Texten mit beweglichen Lettern, den sogenannten Typen. Heutzutage umfasst die Bezeichnung viel mehr. Unter Typografie versteht man die Gestaltung von Schriften und deren Anwendung im weitesten Sinne – auch der digitalen Schrift, wie sie auf Websites oder in Computerprogrammen verwendet wird.

In der Typografie kann man grundsätzlich zwischen zwei Kategorien unterscheiden

Mikrotypografie

Die Mikrotypografie beschäftigt sich mit den Feinheiten des Schriftsatzes und wird deshalb auch Detailtypografie genannt. Darunter fallen unter anderem folgende Punkte:

  • Laufweite – beschreibt den Abstand zwischen einzelnen Buchstaben
  • Spationierung – beschreibt den horizontalen Abstand zwischen einzelnen Zeichen
  • Wortabstände
  • Ligaturen – Verbindung zweier oder mehrerer Buchstaben zu einem einzigen – Großbuchstabe, der die Höhe eines Kleinbuchstaben hat
  • Orthografie – die richtige Zeichensetzung
  • Schriftart

Makrotypografie

Die Makrotypografie beschäftigt sich mit dem Layout der Druck- oder Website.

  • Seitenformat
  • Satzspiegel
  • Zeilenabstand und -breite
  • Platzierung und Größe von Bild- und Textelementen
  • Schriftgröß

Typografie im Web

Die Gestaltung von Schrift im Web nenn man Webtypografie. Grundsätzlich orientiert man sich hier an der klassischen Typografie, jedoch müssen außerdem die Dateiformate sowie die Darstellungstechnik der Fonts berücksichtigt werden. Früher war die Verwendbarkeit von Schriftarten im Web massiv eingeschränkt, es gab nur wenige Schriften wie Times New Roman oder Arial die zur Verfügung standen. Heutzutage gibt es viel mehr verschiedene Schriftarten die als Webfonts genutzt werden können. Sie zeichnen sich damit aus, dass sie unabhängig von dem verwendeten Betriebssystem funktionieren, da sie beim Aufruf einer Website nicht aus den lokalen Schriftensammlungen, sondern von einem externen Webserver geladen werden. Hauptsächlich handelt es sich dabei um Vektorfonts, die in jeder Vergrößerungsstufe gleich gut aussehen und im Browser über eine Pixelmatrix dargestellt werden.

Über 800.000 Fonts für den Einsatz im Web listet die Seite WhatFontIs.com auf. Diese riesige Auswahl an Webschriften hilft Webdesigner enorm, Corporate-Design-Vorgaben zu erfülle. Webfonts sind daher eine der wichtigsten Grundlagen, um übergreifende Marketingstrategien umzusetzen, was sie für einen durchschlagenden Erfolg im Web für viele Unternehmen nahezu unverzichtbar macht.

Bei der Auswahl der passenden Webfont kommt es sehr auf das Einsatzgebiet ein. Worauf man jedenfalls immer achten sollte, ist die Lesbarkeit sowie die Emotionale Wirkung der Font. Serifen-Schriften zum Beispiel wirken eher seriös, traditionell und intellektuell und sind geeignet für längere Textpassagen. Sans Serif Schriften hingegen wirken modern, jugendlich und technisch und sind für kürzere Texte besser geeignet. Bei der Entscheidung welche Webfont gewählt wird, sollte man auch Wert auf die Funktionalität legen. Was so viel heißt, wie man sollte berücksichtigen, dass Nutzer mobiler Geräte eine Website standardmäßig über die mobile Datenübertragung aufrufen und zu spezielle und selten genutzte Webfonts die Ladezeit unnötig verlängern.

Beispiele für gute Webfonts

Georgia

Schriftart Georgia

Georgia überzeigt mit einer klaren Darstellung und optimalen Lesbarkeit auf Computerbildschirmen. Durch die steigende Beliebtheit von Blogs wurde Georgia schnell zu einer guten Webfont.

Consolas

Schriftart Consolas

Dieser Font ist speziell für Entwicklungsumgebungen konzipiert, in denen eine nichtproportionale Schriftart, also ein Font mit fester Zeichenbreite benötigt wird. Consolas eignet sich also speziell für die Darstellung von Code-Snippets.

Century Gothic

Century Gothic ist eine serifenlose Schriftart mit einer gleichmäßigen Schriftbreite. Sie ist insbesondere für Headlines und Subheadlines gefragt.

Palatino

Diese Serifenschrift ist ursprünglich aus dem Buchdruck bekannt, heutzutage aber eine beliebte Schrift für Blogtexte und Onlinemagazine.

Wirkung der Schrift

Tagtäglich und überall umgibt uns Schrift und somit Typografie. Dabei machen sich die meisten Menschen keine Gedanken darüber, wie Schriften auf uns wirken und uns beeinflussen können. Mit Hilfe von Schrift werden nicht nur Informationen übermittelt. Schriftarten und -stile sind in der Lage, Emotionen auszulösen oder auszudrücken, das Verständnis und die Interpretation von Wörtern oder ganzen Botschaften zu beeinflussen oder aber gewisse Erinnerungen und Assoziationen hervorzurufen.

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